Neuer Tarifvertrag bringt 5,8 Prozent mehr Lohn für 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Alex FlantzNeuer Tarifvertrag bringt 5,8 Prozent mehr Lohn für 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Neuer Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst in 15 Bundesländern vereinbart
Für fast eine Million Beschäftigte in 15 deutschen Bundesländern ist ein neuer Tarifvertrag im öffentlichen Dienst ausgehandelt worden. Die am 14. Februar 2026 in Potsdam erzielte Einigung sieht gestaffelte Lohnerhöhungen und verbesserte Arbeitsbedingungen über einen Zeitraum von 27 Monaten vor.
Hessen ist das einzige Bundesland, das nicht in die Vereinbarung einbezogen wurde. Der Abschluss gilt für alle anderen Bundesländer, darunter auch Baden-Württemberg, und betrifft rund 925.000 Beschäftigte – allein 110.000 davon arbeiten in Baden-Württemberg.
Der Tarifvertrag 2026 sieht eine Gesamtlohnerhöhung von 5,8 Prozent in drei Stufen vor. Die erste Anpassung um 2,8 Prozent tritt im April 2026 in Kraft, gefolgt von einer weiteren Erhöhung um 2,0 Prozent im März 2027. Eine letzte Steigerung um 1,0 Prozent erfolgt dann ab Januar 2028, womit die Vereinbarung bis Ende desselben Monats gilt.
Für Nachwuchskräfte gibt es eine pauschale Erhöhung von 150 Euro, zudem steigen Schicht- und Wechselschichtzulagen. Der Tarifabschluss trägt außerdem zur Angleichung der Löhne zwischen Ost- und Westdeutschland bei. In den ostdeutschen Universitätskliniken werden die Arbeitszeiten im Rahmen der Neuregelungen reduziert.
Der Kündigungsschutz wurde bundesweit vereinheitlicht. Die Gewerkschaft ver.di begrüßte das Ergebnis als "unverzichtbar", um die Lohnentwicklung im Bundes- und Kommunaldienst nachzuvollziehen.
Die Verhandlungen endeten nach Abstimmungen mit allen 15 beteiligten Bundesländern, wodurch einheitliche Bedingungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst landesweit sichergestellt werden.
Der Tarifabschluss bringt schrittweise Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen für 925.000 Beschäftigte. Er bleibt bis Januar 2028 gültig und umfasst gestaffelte Anpassungen sowie Änderungen der Arbeitszeiten. Ausgenommen ist lediglich Hessen – alle anderen Bundesländer sind von den gleichen Regelungen betroffen.
Baden-Württemberg faces 3.6bn-euro cost from new public sector pay deal
The new public sector pay deal will cost Baden-Württemberg 3.6 billion euros over three years. This includes 84,000 directly affected workers and 194,000 civil servants plus 154,000 pensioners indirectly impacted. The state's financial burden highlights the scale of the 15-state agreement.






