Nach der Wiedervereinigung kam die Angst
Nach der Wiedervereinigung kam die Angst
Nach der Wiedervereinigung kam die Angst
Für viele vietnamesische Vertragsarbeiter in der ehemaligen DDR brachte die Wiedervereinigung Unsicherheit. Am Tag der Deutschen Einheit wurden nun Menschen geehrt, die sich in den 1990er-Jahren für sie eingesetzt hatten.
35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung bleibt die vietnamesische Gemeinschaft in Deutschland gespalten. Während einige erfolgreich sind, kämpfen andere noch immer mit sozialer Ausgrenzung und ungehörten Anliegen. Die diesjährigen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit zeigten sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen für diejenigen, die einst in der DDR gearbeitet hatten.
Die Veranstaltung markierte auch den 45. Jahrestag des Abkommens, das vietnamesische Vertragsarbeiter in die DDR brachte – eine Ära, die Generationen prägte, viele aber nach 1990 in Not zurückließ.
1990 lebten rund 90.000 Vertragsarbeiter in der DDR, davon 60.000 aus Vietnam. Laut ihren Verträgen überwiesen sie 12 Prozent ihres Bruttoeinkommens als „Aufbauhilfe“ nach Vietnam. Doch die Wiedervereinigung brachte Unsicherheit: befristete Aufenthaltsrechte ließen viele um Abschiebung und den finanziellen Ruin fürchten.
Erst 1997 änderte sich die Lage, als ein neues Gesetz straffreien und selbstständig lebenden Vietnamesen eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis gewährte. Dies ermöglichte Familienzusammenführungen und den Beginn einer echten Integration. Heute leben in Deutschland 10.000 vietnamesische Wissenschaftler:innen und es gibt 10.000 von Vietnames:innen geführte Unternehmen, wie Nguyen Xuan Thinh vom Bundesverband der Vietnamesen in Deutschland erklärt. Bei den diesjährigen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit wurden ehemalige DDR-Funktionäre und Aktivist:innen geehrt, die sich in den 1990er-Jahren für vietnamesische Arbeiter:innen eingesetzt hatten. Almuth Berger, 82, ehemalige Außenhandelsbeauftragte der DDR-Regierung, erhielt eine Ehrenurkunde und Blumen. Die Zeremonie würdigte ihren Einsatz für die Arbeiter:innen in einer turbulenten Zeit.
Doch trotz dieser Meilensteine bestehen die Spaltungen fort. Manche in der Gemeinschaft fühlen sich noch immer übergangen, ihr Kampf um Anerkennung und Gleichberechtigung dauert Jahrzehnte nach dem Mauerfall an.
Das Aufenthaltsgesetz von 1997 markierte einen Wendepunkt und ermöglichte vielen vietnamesischen Familien, ein stabiles Leben in Deutschland aufzubauen. Heute reichen ihre Beiträge von Wissenschaft über Wirtschaft bis hin zur Kultur. Doch während die Feierlichkeiten an die Fortschritte erinnern, zeigen Lücken in der sozialen Teilhabe und Repräsentation, dass die volle Integration noch nicht abgeschlossen ist.
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