McCormick verhandelt über Milliarden-Deal für Unilevers Knorr-Marke
Laut Medienberichten führt McCormick & Company, einer der größten US-amerikanischen Gewürz- und Würzmittelhersteller, Verhandlungen über die Übernahme von Knorr vom Konzern Unilever. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er Milliarden wert sein und würde eine bedeutende Verschiebung in der globalen Lebensmittelbranche markieren. Unilever strukturiert sein Geschäft bereits seit einiger Zeit um und setzt dabei auf lukrativere Segmente wie Schönheits- und Hygieneprodukte, während Lebensmittelmarken zunehmend in den Hintergrund rücken.
Knorr, eine bekannte Marke für Fertiggerichte und Würzmittel, gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever. Ursprünglich hatte der Konzern den Markennamen 1998 übernommen, als er Bestfoods akquirierte. McCormick & Company hingegen hat seine Marktführerschaft in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und hält mittlerweile rund 40 Prozent des weltweiten Gewürz- und Würzmittelmarktes.
Innerhalb der letzten fünf Jahre stiegen die globalen Umsätze von McCormick von 6,34 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf etwa 7,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Dieses Wachstum ist auf strategische Schritte zurückzuführen, darunter die Übernahme von Marken wie Frank's RedHot, die Einführung neuer Produktlinien wie der One-Pan-Saucen sowie erhebliche Investitionen in Lieferketten und digitales Marketing. Zudem expandierte das Unternehmen in schnell wachsende Märkte in Asien und im E-Commerce-Bereich und erzielte so ein organisches Umsatzwachstum von jährlich 3 bis 5 Prozent.
Eine mögliche Übernahme von Knorr würde die Position von McCormick weiter stärken. Mit Jahresumsätzen von fast 7 Milliarden US-Dollar könnte das in Maryland ansässige Unternehmen von Knorrs etablierter globaler Präsenz profitieren und seine Reichweite noch weiter ausbauen.
Die geplanten Verhandlungen sind noch im Gange, finanzielle Details wurden bisher nicht bekannt gegeben. Sollte der Deal abgeschlossen werden, würde er das Portfolio von McCormick neu gestalten und seine Führungsrolle im Gewürz- und Würzmittelmarkt festigen. Unilever würde unterdessen seine Neuausrichtung auf hochmargige Produktkategorien fortsetzen.






