Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Hass und Diskriminierung
Alex FlantzMarzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Hass und Diskriminierung
Marzahn Pride findet in diesem Jahr mit einer klaren Botschaft statt: „Sichtbarkeit ist Widerstand“. Die Veranstaltung will auf die Herausforderungen aufmerksam machen, denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk begegnen – in einem Stadtteil, in dem viele Bewohner:innen einen Migrationshintergrund haben.
Der Umzug beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Vanessa Krah und Gordon Lemm, der Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, werden die Eröffnungsreden halten. Organisiert wird der Marsch von Quarteera e.V., einer Organisation, die queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt.
2023 wurden fast die Hälfte aller Christopher Street Day-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen, gestört oder eingeschüchtert. Auch der Marzahn Pride war im vergangenen Jahr Ziel von Drohungen der neonazistischen Gruppe „Deutsche Jugend Voran“. Laut dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle nehmen körperliche Übergriffe und rechtsextreme Propaganda in der Region zu.
Bisher wurden für 2024 keine organisierten rechtsextremen Gegenproteste gegen den Marzahn Pride bekannt, wie Krah erklärt. Dennoch warnt sie vor gezielten Einschüchterungsversuchen. Nach dem Umzug startet um 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.
Die Veranstaltung will die Diskriminierung queerer Communities in Marzahn sichtbar machen. Die Organisator:innen betonen, wie wichtig Sichtbarkeit angesichts anhaltender Bedrohungen ist. Der Festumzug und das Programm finden wie geplant statt – mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.






