Mainz startet Millionenprojekt: Neue Rhein-Leitung soll Versorgung sichern
Alex FlantzMainz startet Millionenprojekt: Neue Rhein-Leitung soll Versorgung sichern
Großes Infrastrukturprojekt startet im Mai in Mainz
Nächsten Monat beginnt in Mainz ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Eine neue 220 Meter lange Versorgungs- und Abwasserleitung wird unter dem Rhein verlegt und ersetzt einen beschädigten Abschnitt des bestehenden Systems. Die Bauarbeiten starten am 11. Mai; die Fertigstellung ist für August 2026 geplant.
Die Leitung wird das Gebiet Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel verbinden. Für die Verlegung setzen die Ingenieure erstmals an diesem Standort auf das Verfahren des gesteuerten Horizontalbohrens. Dabei wird zunächst ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend aufgeweitet und für den Durchzug der Leitung genutzt wird.
Die neue Pipeline wird einen Durchmesser von 71 Zentimetern haben und bis zu zehn Meter unter dem Flussbett verlaufen. Um künftige Schäden zu vermeiden, erhält sie eine schützende Ummantelung, die sie widerstandsfähiger gegen Abnutzung macht. Anders als beim bisherigen System, das immer wieder provisorische Reparaturen erforderte, ermöglicht die neue Konstruktion Wartungsarbeiten oder Austauschmaßnahmen, ohne den Hafenbetrieb zu beeinträchtigen.
Anlass für den Neubau waren Bedenken hinsichtlich des Zustands der alten Leitung. Teilweise Schäden hatten bereits kurzfristige Instandsetzungen notwendig gemacht – nun soll eine langfristig stabile Lösung geschaffen werden.
Nach Abschluss des Projekts wird die Leitung die Versorgungssicherheit sowohl für die Trinkwasserversorgung als auch für die Abwasserentsorgung deutlich verbessern. Durch den Einsatz des Horizontalbohrverfahrens bleiben die Beeinträchtigungen während der Bauphase gering. Die Fertigstellung ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen.






