Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenhandelszonen gegen Suchtprobleme
Nadeschda PärtzeltKöln und Düsseldorf fordern legale Drogenhandelszonen gegen Suchtprobleme
Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in ihren Städten ein. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen damit die wachsenden Probleme durch Suchterkrankungen in urbanen Räumen angehen. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, kontrollierte Räume für diese Aktivitäten zu schaffen.
Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem zentralen Treffpunkt für Drogenabhängige entwickelt. Anwohner und Geschäftsleute berichten von aggressivem Betteln, Diebstählen und öffentlichem Urinieren. Burmester betonte die emotionale Belastung, die dies für die lokale Gemeinschaft bedeutet.
Keller und Burmester haben an den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach geschrieben und eine rechtliche Prüfung beantragt. Sie schlagen medizinisch überwachte Zentren vor, in denen schwerstabhängige Menschen kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen könnten. Diese Einrichtungen würden klare, rechtlich abgesicherte Richtlinien für das Personal bieten.
Crack hat Heroin inzwischen als meistkonsumierte illegale Droge in großen deutschen Städten wie Köln, Hamburg und Berlin abgelöst. Die Oberbürgermeister hoffen, dass ausgewiesene Räume für den Mikrohandel die Kriminalität verringern und die Belastung für öffentliche Plätze mindern werden.
Die Initiative soll die sichtbaren Folgen von Suchterkrankungen in den Innenstädten bekämpfen. Falls genehmigt, würden die Zentren eine regulierte Umgebung für kleinteilige Drogengeschäfte bieten. Die Oberbürgermeister sind überzeugt, dass dieser Ansatz die Sicherheit und Ordnung in betroffenen Vierteln verbessern wird.






