10 April 2026, 22:29

Klöckner fordert härteres Vorgehen gegen Gewalt an Frauen und mehr Männer-Engagement

Schwarzes und weißes Foto einer vielfältigen Gruppe von Frauen mit einer sitzenden Frau in der Mitte, verbunden mit dem Text "Die Frauenwahlrechtsbewegung" unten.

Klöckner fordert härteres Vorgehen gegen Gewalt an Frauen und mehr Männer-Engagement

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat sich mit Nachdruck für ein entschlossenes Vorgehen gegen Gewalt an Frauen ausgesprochen. Zwar begrüßte sie die laufende Debatte, kritisierte jedoch, dass zentrale Aspekte des Problems weiterhin unberücksichtigt blieben. Ihre Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über Fälle wie Zwangsehen, Gruppenvergewaltigungen und einen mutmaßlichen Übergriff in einem Neuköllner Jugendzentrum.

Klöckner betonte die Dringlichkeit rechtlicher Reformen zur Bekämpfung digitaler Gewalt gegen Frauen und bezeichnete solche Maßnahmen als längst überfällig. Gleichzeitig stellte sie klar, dass Gewalt – unabhängig von kulturellem oder religiösem Hintergrund – eindeutig verurteilt werden müsse.

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In ihren Ausführungen verwies sie auf Bildung als entscheidendes Instrument für gesellschaftlichen Wandel. Die Vermittlung von Gewaltfreiheit und Respekt vor Frauen sei unverzichtbar, um Fortschritte zu erzielen, so Klöckner. Besonders hob sie die Rolle von Männern, insbesondere von Vätern, bei der Prägung der Einstellung ihrer Kinder zu Frauen und Gewalt hervor.

Die aktuelle Debatte greife ihrer Ansicht nach nicht alle Facetten des Problems auf. Um echten Wandel zu bewirken, müssten Männer sich aktiv an der Diskussion über Gewalt gegen Frauen beteiligen, forderte sie.

Klöckners Forderungen setzen die Politik unter Druck, den Schutz von Frauen zu verstärken. Sie plädierte für eine breite gesellschaftliche Einbindung – vor allem von Männern –, um die Problematik wirksam anzugehen. Die Äußerungen der Bundestagspräsidentin folgen auf hochkarätige Fälle, die die öffentliche Debatte über geschlechtsspezifische Gewalt neu entfacht haben.

Quelle