Kaiser besucht PCK-Raffinerie in Schwedt: Energiesicherheit im Fokus
Elisabeth Kaiser, die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, wird am Dienstag um 13:00 Uhr die PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder besuchen. Der Besuch unterstreicht die anhaltende Unterstützung für das Werk, das eine zentrale Rolle in der regionalen Treibstoffversorgung spielt.
Kaiser hatte bereits mehrfach die Bedeutung der Raffinerie betont, zuletzt im Februar während ihrer Mitwirkung in der PCK-Taskforce.
Die PCK-Raffinerie beliefert Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Teile Westpolens mit essenziellen Produkten wie Kraftstoff, Heizöl und Kerosin. Ihre strategische Bedeutung wuchs, nachdem Rosneft seinen Anteil zwischen 2015 und 2016 von 37,5 % auf 54,17 % erhöhte – durch den Erwerb von Anteilen von Total und BP. Damit kontrollierte das russische Unternehmen 12 % der deutschen Rohölverarbeitungskapazität.
Die geopolitischen Spannungen verschärften sich nach Russlands Invasion der Ukraine 2022, was zu EU-Sanktionen gegen Rosneft führte. Als Reaktion stellte die Bundesregierung die Raffinerie im März 2024 unter Bundesverwaltung, die bis Juni 2026 verlängert wurde. Trotz dieser Maßnahmen hat das US-Finanzministerium deutsche Tochtergesellschaften von Rosneft, darunter PCK, dauerhaft von den US-Ölsanktionen ausgenommen.
Kaisers Besuch bekräftigt das Engagement der Regierung für die Stabilität der Raffinerie. Die Anlage bleibt entscheidend für die Energiesicherheit in Ostdeutschland und den angrenzenden Regionen. Der Betrieb läuft unter staatlicher Aufsicht weiter, während internationale Sanktionen zu bewältigen sind.






