K+S setzt auf Windstrom: Direktlieferung am Standort Werra startet im August
Alex FlantzK+S setzt auf Windstrom: Direktlieferung am Standort Werra startet im August
K+S schließt Direktliefervertrag mit MPC Capital für Windstrom am Standort Werra
K+S hat mit dem Infrastrukturinvestor MPC Capital einen Direktliefervertrag für die Versorgung seines Werra-Verbundstandorts mit Windenergie abgeschlossen. Die Vereinbarung umgeht das öffentliche Stromnetz und stellt für das Unternehmen eine Premiere dar. Ab August werden zwei Windkraftanlagen den Standort mit Strom beliefern.
Die beiden Anlagen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen verfügen über eine Gesamtleistung von 11,4 Megawatt. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs des Werks. Über ein Jahr gerechnet wird der Windpark voraussichtlich rund drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Werra-Anlage abdecken.
Der vor Ort erzeugte Strom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen K+S-Produkten. Durch diese Lösung sollen die CO₂-Emissionen deutlich sinken. Betreiber der Windkraftanlagen ist die Hamburger Infrastrukturgesellschaft MPC Capital.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag, um den Windpark an das Werk anzubinden. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Das Direktbelieferungsmodell ermöglicht es dem Unternehmen, auf erneuerbare Energien umzusteigen, ohne in eigene Infrastruktur investieren zu müssen.
Dr. Jens Christian Keuthen, im K+S-Vorstand zuständig für Dekarbonisierung und Energie, betonte, dass das Projekt zum Ziel des Konzerns passe, bis 2045 klimaneutral zu werden. Die neue Lösung ermöglicht eine effizientere Nutzung von Windstrom für industrielle Prozesse und unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie von K+S – ganz ohne Abhängigkeit vom öffentlichen Netz. Die erste Stromlieferung aus den Windkraftanlagen an den Standort Werra ist für August geplant.
