Initiative des Bundesrates zur Wolfsmanagement: Falschinformationen aus Politik und Öffentlichkeit

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Eine Ziege steht auf einem Holzstamm neben Gras, Bäumen und einem Holzzaun.Admin User

Initiative des Bundesrates zur Wolfsmanagement: Falschinformationen aus Politik und Öffentlichkeit

Bundesratsinitiative zum Wolfsmanagement: Fehlinformationen aus Politik und Öffentlichkeit

Berlin (ots) – Hanka Mittelstaedt, Umweltministerin von Brandenburg, führt mit ihrer Initiative zur Regulierung des Wolfsbestands Politik und Öffentlichkeit in die Irre: Die Politikerin erweckte den Eindruck, eine Bestandsregulierung der Wölfe könnte zu einer „wirksamen Verringerung“ von Schäden in der Nutztierhaltung führen. Dazu…

Wolfsangriffe auf Nutztiere gehen in Schlüsselregionen zurück – trotz gegenteiliger Behauptungen

In Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen – den Bundesländern mit den meisten Wolfsrudeln – ist die Zahl der Vorfälle 2024 gesunken. Dennoch argumentierte Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstaedt kürzlich, die Wolfspopulation müsse gemanagt werden, um Schäden in der Landwirtschaft zu reduzieren. Experten zufolge fehlt es dieser Aussage jedoch an belastbaren Belegen.

Offizielle Zahlen belegen einen deutlichen Rückgang von Wolfsattacken auf Nutztiere: Brandenburg verzeichnete 2024 einen Rückgang um 22 % im Vergleich zum Vorjahr. In Sachsen sank die Zahl der Angriffe von 274 (2023) auf 225 (2024), und auch Niedersachsen meldete einen spürbaren Rückgang.

Mittelstaedts Behauptung, die „Zahl der Wolfsangriffe auf Weidetiere“ nehme zu, trifft auf Gebiete mit lang ansässigen Rudeln nicht zu. Stattdessen steigen die Vorfälle nur dort, wo Wölfe neu einwandern und noch in geringer Zahl vertreten sind. In Regionen mit stabilen Populationen stagnieren die Angriffe oder gehen sogar zurück. Studien aus der Slowakei, Slowenien, Frankreich und Spanien bestätigen diesen Trend: Die Bejagung von Wölfen führte nicht zu einer spürbaren Verringerung von Nutztierrissen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Savanta aus dem Jahr 2023 ergab zudem, dass die Mehrheit der ländlichen Bevölkerung in Europa für einen strengen Schutz und ein Miteinander mit großen Beutegreifern wie Wölfen plädiert. Lovis Kauertz von der Organisation Wildtier-Schutz Deutschland unterstrich dies und betonte, dass wirksamer Herdenschutz – und nicht die Bejagung – die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben von Wölfen und Landwirten sei.

Die Daten widerlegen damit Mittelstaedts Forderung nach einer Bestandsregulierung der Wölfe: In Gebieten mit der höchsten Wolfsdichte gehen die Angriffe zurück, während Studien zeigen, dass die Bejagung kaum Einfluss auf die Vorfälle hat. Stattdessen erweisen sich verbesserte Herdenschutzmaßnahmen als die effektivste Lösung für Landwirte.

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