IKEA setzt auf kleinere Läden – und revolutioniert sein Einkaufserlebnis
Alex FlantzIKEA setzt auf kleinere Läden – und revolutioniert sein Einkaufserlebnis
IKEA ändert seine Verkaufsstrategie und setzt künftig auf kleinere Läden. Der Schritt ist eine Reaktion auf veränderte Einkaufsgewohnheiten und Marktbedingungen. Online-Verkäufe machen bereits einen beträchtlichen Teil des Umsatzes in Deutschland aus.
Klassische IKEA-Einrichtungshäuser führen mindestens 10.000 Produkte auf einer Fläche von etwa 35.000 Quadratmetern. Die neuen, kleineren Filialen werden dagegen durchschnittlich nur 2.950 Quadratmeter groß sein. Dort werden rund 2.650 Artikel sofort mitgenommen werden können, während weitere 1.000 Möbelstücke zur Bestellung ausgestellt sind.
Die kompakteren Standorte dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren. Kunden können sich inspirieren lassen und beraten werden, während die meisten Einkäufe online getätigt und nach Hause geliefert werden. IKEA hat bereits sein erstes kleines Möbelhaus in Ingolstadt, Bayern, eröffnet – weitere sollen in ganz Deutschland folgen.
Weltweit plant das Unternehmen zunächst die Eröffnung von 20 kleineren Filialen, mit weiteren Expansionsschritten in der Zukunft. Peter Jelkeby, Deutschland-Chef von IKEA, bestätigte, dass das neue Format das künftige Wachstum vorantreiben werde. Gleichzeitig ermöglicht der Wandel dem Konzern, auch in Regionen Fuß zu fassen, in denen große Einrichtungshäuser wirtschaftlich nicht tragbar wären.
Mit der neuen Strategie reagiert IKEA auf einen schwächelnden Möbelmarkt und verändertes Konsumverhalten. Die kleineren Läden sollen das Online-Geschäft ergänzen, das allein in Deutschland fast 1,5 Milliarden Euro Umsatz generiert. Das Unternehmen will seine Erreichbarkeit bewahren, dabei aber weniger von riesigen Verkaufsflächen abhängig sein.
