18 June 2026, 22:20

Heuers Schultergriff an AfD-Mann entfacht politische Debatte in Berlin

Eins ist sicher: Die Feuerwand wird fallen!

Heuers Schultergriff an AfD-Mann entfacht politische Debatte in Berlin

Ein Foto von CDU-Chef Guido Heuer und dem AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund sorgt in Berlin für Aufsehen. Die Aufnahme zeigt Heuer mit der Hand auf Siegmunds Schulter – eine entspannte Geste während eines Gesprächs. Politiker anderer Parteien reagierten scharf auf die Szene.

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Das Bild entstand bei einer Podiumsdiskussion, als sich Heuer und Siegmund wegen eines defekten Mikrofons näher kamen. Ihre ruhige und kollegiale Interaktion stand im Kontrast zur üblichen politischen Distanz, die gegenüber der AfD gewahrt wird. ZDF-Moderator Markus Lanz äußerte später Unbehagen über die öffentliche Ausgrenzung von AfD-Politikern durch andere.

Die Linken-Vorsitzende Eva von Angern verurteilte die Aufnahme scharf: Solche Fotos dürften „niemals“ entstehen. Die Hand eines Demokraten gehöre nicht auf die Schulter eines AfD-Mitglieds, betonte sie. Auch die Grünen kritisierten die fehlende sichtbare Abgrenzung zwischen CDU und AfD und werteten dies als Bruch des politischen „Cordon sanitaire“.

Die Debatte gewinnt an Brisanz durch den Aufstieg der AfD. Aktuelle Umfragen sehen die Partei bei 29 Prozent – neun Punkte vor der CDU. Eine absolute Mehrheit der AfD bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gilt mittlerweile als möglich. Beobachter deuten dies als Zeichen für eine schwindende Isolation der AfD in der deutschen Politik.

Das Foto befeuert die Diskussion über die Zukunft politischer Grenzen in Deutschland. Kritiker sehen darin ein symbolisches Ende der AfD-Quarantäne durch die anderen Parteien. Der politische Wandel fällt in eine Phase, in der die AfD vor wichtigen Wahlen an Zuspruch gewinnt.

Quelle