Hammer Raumstylisten vor dem Aus – Räumungsverkäufe als letzter Strohhalm
Brit PutzHammer Raumstylisten vor dem Aus – Räumungsverkäufe als letzter Strohhalm
Hammer Raumstylisten GmbH steht vor ungewisser Zukunft
Die Zukunft der angeschlagenen Einzelhandelskette Hammer Raumstylisten GmbH sieht düster aus, da sich keine tragfähige Investorenlösung zur Rettung des Unternehmens finden ließ. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer bestätigte, sind die Verhandlungen mit potenziellen Käufern ins Stocken geraten – das Überleben des Unternehmens ist damit ernsthaft gefährdet. Nach der Schließung von bereits 46 Filialen sollen nun auch die verbleibenden 41 Standorte mit Räumungsverkäufen beginnen, um dringend benötigte Liquidität zu beschaffen.
Das Unternehmen war Anfang Februar 2026 in die vorläufige Insolvenz gegangen und hatte ein M&A-Verfahren eingeleitet, um Investoren anzuziehen. Doch die schwierigen Marktbedingungen und die angespannte finanzielle Lage von Hammer führten zu geringem Interesse seitens der Käufer. Bis zum 16. März mussten bereits 46 der ursprünglichen Filialen schließen, nachdem keine neuen Geldgeber gefunden werden konnten.
Stefan Meyer, der vorläufige Verwalter der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH, erklärte, dass kein Investor bereit sei, das spezialisierte Einzelhandelskonzept von Hammer auch nur an der Hälfte der Standorte fortzuführen. Trotz laufender Bemühungen seien die Aussichten, das Unternehmen als Ganzes zu erhalten, gering. Die Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens ist für den 1. April vorgesehen; Meyer wird weiterhin mit den Beteiligten nach möglichen Lösungen suchen.
Um die Zahlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, setzt das Unternehmen ab dem 1. April auf Räumungsverkäufe. Dies folgt auf das Auslaufen der Insolvenzgeldzahlungen, die bis Ende März die Löhne von rund 1.100 Mitarbeitenden abgesichert hatten. Nun geht es darum, so viel Liquidität wie möglich zu generieren und gleichzeitig möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.
Da sich kein Käufer gefunden hat, wird Hammer Raumstylisten ab dem 1. April in die reguläre Insolvenz übergehen. Die Räumungsverkäufe in den verbleibenden 41 Filialen sollen zwar Mittel beschaffen, doch die Perspektiven für das Unternehmen und seine Belegschaft bleiben ungewiss. Zwar waren die Löhne der Beschäftigten bis März gesichert, doch die langfristige Zukunft hängt nun von einer letzten Rettungslösung oder einem Sanierungskonzept ab.






