Güterbahnverkehr in Deutschland kollabiert nach Funkausfall und Systemversagen
Alex FlantzGüterbahnverkehr in Deutschland kollabiert nach Funkausfall und Systemversagen
Schwerwiegende Störungen im deutschen Güterbahnverkehr
Der deutsche Güterbahnsektor steht vor massiven betrieblichen Herausforderungen. Ein bundesweiter Ausfall des GSM-R-Bahnfunksystems hat den Verkehr zum Erliegen gebracht und verschärft die ohnehin schon angespannte Lage für Betreiber und Lieferketten.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) – vertreten durch die Allianz pro Schiene – kritisiert wiederholt Versäumnisse unter der Führung von DB InfraGO. Besonders an Christi Himmelfahrt führte ein mehrtägiges operatives Chaos zu gravierenden Schwächen in den Fahrplanbüros und Leitstellen. Der jüngste Funkausfall offenbarten zudem mangelnde Notfallprotokolle, was die Krise weiter vertieft.
Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Verbands, übt scharfe Kritik an DB InfraGO wegen der häufigen Betriebsstörungen. Diese Probleme zwingen Güterverkehrsunternehmen in einen Dauer-Krisenmodus, belasten die Lieferketten und schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber dem Straßenverkehr. Der Verband fordert daher eine strengere staatliche Aufsicht über den InfrastrukturBetreiber.
Als Reaktion hat der Verband den Verkehrsausschuss des Bundestags aufgefordert, die Störungen umgehend zu behandeln. Vorgeschlagen wird die Schaffung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur (BASchi), das die Netzsteuerung überwachen und verwalten soll. Die wirtschaftlichen Folgen für die Güterverkehrsbranche bleiben vorerst unklar.
Zu den Forderungen gehören eine verschärfte Bundesaufsicht über DB InfraGO sowie eine Priorisierung der Stabilisierung der Schieneninfrastruktur durch die Politik. Ohne gezielte Maßnahmen drohen dem Sektor weitere Instabilitäten und finanzielle Verluste.
