Grenzüberschreitende Zusammenarbeit stockt: Brandenburg und Polen fordern Tempo bei Bahn und Gesundheit
Brit PutzGrenzüberschreitende Zusammenarbeit stockt: Brandenburg und Polen fordern Tempo bei Bahn und Gesundheit
Brandenburg und die polnische Nachbarregion Woiwodschaft Lebus drängen auf engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Verkehrsverbindungen – doch die Verzögerungen bei der Modernisierung der Bahnstrecken sorgen für wachsende Frustration. Das Thema wird auf dem anstehenden Oder-Partnerschafts-Gipfel in Posen eine zentrale Rolle spielen.
Vor fast zwei Jahren wurde mit einer neuen Brücke über die Oder die Verbindung zwischen Kostrzyn in Polen und Küstrin-Kietz in Brandenburg wiederhergestellt. Doch trotz der wiedereröffneten Querung ruht der Schienenverkehr auf deutscher Seite weiterhin. Der Marschall der Woiwodschaft Lebus hat nun Fortschritte angemahnt und auf die anhaltende Blockade hingewiesen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kritisiert die Bundesregierung für die Verzögerungen beim Ausbau der Ostbahn. Die Strecke zwischen Berlin und Küstrin-Kietz ist noch immer teilweise eingleisig und nicht elektrifiziert. Woidke betont, dass der Ausbau von 70 Kilometern zweitem Gleis dringend notwendig sei. Eine frühere Studie des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) hatte die Kosten für eine zweistufige Modernisierung auf bis zu 1,3 Milliarden Euro geschätzt.
Neben dem Verkehr stärken die Regionen auch die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich. Die Carl-Thiem-Klinikum Medizinische Hochschule der Lausitz und die Universität Zielona Góra kooperieren bereits in der medizinischen und pflegerischen Ausbildung. Beim Gipfel in Posen will Woidke eine gemeinsame Forderung vorantreiben, um diese grenzüberschreitenden Initiativen zu beschleunigen.
Auf dem Oder-Partnerschafts-Gipfel geht es um die langjährigen Verzögerungen bei Bahnprojekten und Gesundheitspartnerschaften. Brandenburg und die Woiwodschaft Lebus fordern konkrete Schritte, um die Vernetzung und die Dienstleistungen zu verbessern. Ohne schnellere Unterstützung des Bundes drohen wichtige Vorhaben weitere Rückschläge.






