Girocard wird zum digitalen Alleskönner – ohne Extra-Kosten für Nutzer
Die Girocard erhält in den kommenden Jahren neue Funktionen – und das ohne zusätzliche Kosten für die Nutzer. Physische Karten bleiben vorerst weiterhin verfügbar. Ziel der Weiterentwicklung ist es, das System noch stärker im Alltag und bei digitalen Dienstleistungen zu verankern.
Schon bald wird die elektronische Altersprüfung per Girocard auf weitere Einkäufe ausgeweitet: Käufer können damit künftig ihr Alter beim Kauf von Alkohol in Supermärkten oder an Automaten bestätigen. Bisher kommt das Verfahren bereits bei anderen altersbeschränkten Verkäufen zum Einsatz.
Ab Anfang 2024 könnte die Karte zudem die Buchung von Mietwagen sowie die Reservierung von Hotelzimmern ermöglichen. Etwas später, voraussichtlich ab Anfang 2027, werden dann auch In-App-Zahlungen möglich sein. Um diese Transaktionen zu vereinfachen, wird eine Händler-Whitelist-Funktion eingeführt.
Euro Kartensysteme arbeitet darüber hinaus mit großen Lebensmittelhandelsketten zusammen, um die Girocard in deren Apps zu integrieren. Zudem wird Payback Pay demnächst Girocard-Zahlungen akzeptieren – neben den bisherigen Optionen wie Lastschrift oder Kreditkarte. Zwar wäre ein vollständiger Umstieg auf digitale Karten technisch machbar, doch einen Zeitplan für das Auslaufen der physischen Variante gibt es derzeit nicht.
Die Girocard bleibt mit rund 100 Millionen ausgegebenen Karten das beliebteste bargeldlose Zahlungsmittel in Deutschland. Die geplanten Neuerungen sollen ihren Einsatz sowohl im stationären Handel als auch online weiter ausbauen – ohne dass für die Nutzer zusätzliche Gebühren anfallen.
