10 May 2026, 02:23

Gasspeicher in Deutschland füllen sich – doch die Angst vor Engpässen bleibt

Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil von Russlands natürlichen Gasimporten in Europa zeigt, mit Text, der die Investitionsprozentsätze angibt.

Gasspeicher in Deutschland füllen sich – doch die Angst vor Engpässen bleibt

Deutschlands Gasspeicherstände steigen – doch Sorgen um die Versorgung bleiben

In den vergangenen zwei Wochen sind die Gasspeicherstände in Deutschland um drei Prozentpunkte gestiegen. Trotz dieses Fortschritts mehren sich jedoch Bedenken, ob die Reserven des Landes ausreichen. Die Bundesnetzagentur hat nun auf diese Ängste reagiert und betont, es bestehe kein Grund zur Beunruhigung.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, räumte ein, dass es öffentliche Forderungen gebe, die Speicher bis Mitte Mai vollständig zu füllen. Ein solches Ziel sei jedoch weder wirtschaftlich sinnvoll noch technisch notwendig, argumentierte er. Zudem wies er darauf hin, dass nicht nur die Speicherbetreiber, sondern auch Händler in der Pflicht stünden, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

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Im vergangenen Winter spielten vier Flüssigerdgas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung der Gasversorgung. Zwar bleibe die Speicherung wichtig, doch der extreme Fokus der Jahre 2022 und 2023 sei nicht mehr in gleichem Maße erforderlich, so Müller. Theoretisch könnten die großen Kavernenspeicher Deutschlands innerhalb von 30 Tagen gefüllt werden, falls nötig.

Mit der Stellungnahme will die Behörde die Sorgen über die aktuellen Speicherstände zerstreuen. Angesichts der vorhandenen LNG-Infrastruktur und der Erfüllung der Händlerpflichten sehe Müller keine akute Gefahr für die Versorgung. Die Lage spiegle einen Wandel wider – weg von der früheren Dringlichkeit hin zu einem abgewogeneren Vorgehen.

Quelle