06 May 2026, 16:27

FDP-Landeschef Höne attackiert Merz und fordert radikale Kurskorrektur

Alte Karte aus dem 19. Jahrhundert von Deutschland, die die politischen Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

FDP-Landeschef Höne attackiert Merz und fordert radikale Kurskorrektur

Zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalitionsregierung hat Henning Höne Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Regierung scharf kritisiert. Der Landesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Nordrhein-Westfalen benannte wirtschaftliche Schwächen und blockierte Reformen als zentrale Versäumnisse. Höne kündigte zudem an, sich auf dem Bundesparteitag Ende Mai um den FDP-Bundesvorsitz zu bewerben.

Höne warf Merz vor, Wahlkampfversprechen gebrochen und stattdessen sozialdemokratische Politik übernommen zu haben. Die Vorgehensweise des Kanzlers habe die Beliebtheit der Koalition untergraben, sodass diese in der Gunst der Bevölkerung nun noch hinter der vorherigen Ampelkoalition am Ende deren Amtszeit liege.

Der Kandidat für den FDP-Vorsitz kritisierte auch die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese werde die Kosten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber erhöhen und die wirtschaftliche Erholung weiter belasten, warnte Höne. Statt Wachstum zu fördern, drohe die Reform die finanzielle Belastung zu verschärfen.

Über die inhaltliche Kritik hinaus forderte Höne von der Regierung schnelleres und entschlosseneres Handeln. Verzögerungen bei Reformen verschärften die wirtschaftlichen Probleme, die er als drängendste Herausforderung des Landes bezeichnete.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hönes Äußerungen fallen in die Phase seines Vorstoßes, auf dem Bundesparteitag Ende Mai den FDP-Vorsitz zu übernehmen. Seine Kritik an Merz und dem Kurs der Koalition spiegelt eine breitere Unzufriedenheit in der Partei wider. Das Ergebnis des Führungsstreits könnte in den kommenden Monaten die Position der FDP in Wirtschafts- und Gesundheitspolitik prägen.

Quelle