Explodierende Energiekosten zwingen Zoos zum Umdenken und Sparen
Nadeschda PärtzeltExplodierende Energiekosten zwingen Zoos zum Umdenken und Sparen
Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks in Deutschland schwer zu
Einrichtungen in ganz Deutschland kämpfen mit explodierenden Energiepreisen – manche haben bereits ihre Tierbestände reduziert, um Kosten zu sparen, andere setzen auf erneuerbare Energien, um über die Runden zu kommen.
Die finanzielle Belastung zwingt zu Veränderungen, doch nicht alle Parks kürzen ihr Angebot: Einige steigen auf Solarenergie, Biomasse oder andere Lösungen um. Der Zoo Braunschweig etwa hat seine Energieversorgung gesichert, ohne die Zahl der Tiere zu verringern. Bereits jetzt betreibt er eine 80-kW-Photovoltaikanlage sowie kleinere Solaranlagen. Für mehr Effizienz kommen ein Blockheizkraftwerk, ein Holzvergaser und ein Pelletkessel zum Einsatz. Geplant sind nun weitere 12 kW Solarleistung sowie ein 10-kW-Batteriespeicher.
Der Wildpark Essehof setzt auf eine Biomasseheizung, um die Kosten niedrig zu halten – die Energiekosten machen dort nur 6 bis 8 Prozent des Gesamtbudgets aus. Auch der Wildpark Stöckheim kommt vergleichsweise gut zurecht: Energie schlägt hier mit etwa 2,5 Prozent der Ausgaben zu Buche. Das Artenschutzzentrum Grasleben hingegen hat Photovoltaikmodule installiert, speziell um die hohen Heizkosten für wärmeliebende Arten auszugleichen.
Trotz dieser Bemühungen mussten einige Parks harte Entscheidungen treffen: Einige Tiere wurden bereits in andere Einrichtungen vermittelt oder besonders energieintensive Arten abgebaut, um die finanzielle Last zu verringern.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft manchen Zoos und Wildparks, ihre Tierbestände zu erhalten. Investitionen in Solar-, Biomasse- und Speichersysteme sollen langfristig für stabile Kosten sorgen. Aktuell bleibt die Herausforderung, Naturschutzziele und steigende Betriebskosten in Einklang zu bringen.






