28 June 2026, 14:22

Europas Kampf um Seltene Erden: Wie die EU ihre Abhängigkeit von China verringern will

Deutschland und China

Europas Kampf um Seltene Erden: Wie die EU ihre Abhängigkeit von China verringern will

Europa steht vor wachsenden Sorgen über seine Abhängigkeit von China bei der Verarbeitung von Seltenen Erden und Magneten. Das Problem zwingt die Führungsspitzen, eine stärkere und einheitlichere Herangehensweise an die Handelsbeziehungen zu suchen. Deutschland insbesondere balanciert dabei zwischen seinen wirtschaftlichen Interessen und den weiteren europäischen Verantwortungen.

Ende Mai reiste Deutschlands Wirtschaftsministerin Katharina Reiche nach China zu Gesprächen. Sie erörterte mit chinesischen Vertretern die Zusammenarbeit in den Bereichen Rohstoffe, Lieferketten und faire Wettbewerbsbedingungen. Der Besuch erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland seine Haltung anpasst – ein Mix aus Dialog und entschlosseneren Maßnahmen.

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Zuvor hatte Ling Ji, Chinas Vizehandelsminister, Brüssel besucht, um mit der Europäischen Kommission Handelskonsultationen zu erkunden. Unterdessen hat die EU ihren Ton im Handel mit China verschärft: Die Kommission bezeichnet die aktuelle Situation als nicht tragbar.

Auf dem EU-Gipfel Mitte Juni setzten sich die Staats- und Regierungschefs mit den „globalen makroökonomischen Ungleichgewichten“ auseinander – ein Verweis auf Chinas Dominanz in Schlüsselsektoren. Auch die Europäische Volkspartei (EVP) forderte eine entschlossenere Haltung. Brüssel arbeitet nun daran, die Abhängigkeitsrisiken in verbindliche Regeln umzuwandeln und den Zugang zum Binnenmarkt an deren Einhaltung zu knüpfen.

Die „Risikominimierungs“-Strategie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern, um Störungen in den Produktionsketten zu vermeiden. Europas Verwundbarkeit bei Seltenen Erden und Magneten bleibt dabei ein zentrales Problem.

Deutschland bewegt sich weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen Marktbedürfnissen und europäischer Solidarität. Die EU steuert auf strengere Handelsregeln zu, um Ungleichgewichte auszugleichen. Diese Schritte sollen Lieferketten sichern und strategische Abhängigkeiten verringern.

Quelle