19 June 2026, 18:20

EU setzt auf Wettbewerbsfähigkeit und schärfere Handelspolitik gegen China

Merz zieht gemischtes Fazit nach EU-Rat - Schuldenstreit ungelöst

EU setzt auf Wettbewerbsfähigkeit und schärfere Handelspolitik gegen China

Die EU-Spitzen haben die zentralen Prioritäten für die Zukunft des Blocks skizziert, darunter wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und robustere Handelsabwehrmaßnahmen. Zudem liegt ein überarbeiteter Haushaltsvorschlag auf dem Tisch, wobei die Verhandlungen voraussichtlich bis 2026 abgeschlossen werden sollen. Die Gespräche finden statt, während die EU ihre Unterstützung für die Ukraine angesichts des anhaltenden Konflikts bekräftigt.

Bei den jüngsten Beratungen betonten die Mitgliedstaaten die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken. Sie einigten sich darauf, bürokratische Hürden abzubauen, und erteilten der Europäischen Kommission zwei klare Aufträge: Sie soll die Interessen der EU in Handelsabkommen künftig entschlossener vertreten und die Handelsverteidigungsinstrumente gegen marktverzerrende Praktiken verschärfen – insbesondere gegenüber China.

Die irische Ratspräsidentschaft plant, einen schlanke und nachhaltige Version des mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) vorzulegen. Deutschland und andere Nettozahler haben den aktuellen Entwurf der Kommission bereits abgelehnt. Friedrich Merz machte diesen Widerstand deutlich, während die Bundesregierung auf eine Einigung bis 2026 drängt, um ab 2028 Planungssicherheit zu gewährleisten. Zudem wird die Kommission vor jedem EU-Gipfel regelmäßig über den Stand der Reformen berichten.

Zum Ukraine-Krieg informierte Wolodymyr Selenskyj die Staats- und Regierungschefs über die aktuelle militärische Lage und verwies auf jüngste Erfolge. Die EU bekräftigte ihre Haltung: Sie stehe fest an der Seite der Ukraine und warte auf Russlands Bereitschaft zu Verhandlungen.

Die EU hat damit den Kurs für wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und strategisches Handelshandeln vorgegeben. Die Haushaltsgespräche werden fortgesetzt, mit dem Ziel, bis 2026 eine Einigung zu erzielen. Gleichzeitig bleibt die Unterstützung für die Ukraine ungebrochen, während sich der Konflikt weiterentwickelt.

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