09 May 2026, 22:27

E.ON-Chef fordert radikale Strommarkt-Reform für die Energiewende

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

E.ON-Chef fordert radikale Strommarkt-Reform für die Energiewende

Deutschlands Strommarkt steht vor Forderungen nach grundlegender Reform. Der Vorstandsvorsitzende von E.ON, Leonhard Birnbaum, hat die Bundesregierung aufgefordert, das aktuelle System umfassend zu modernisieren. Andernfalls werde es die nächste Phase der Energiewende nicht tragen können. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) bereitet nun ein ehrgeizliches Gesetzespaket vor, um diese Herausforderungen anzugehen.

Birnbaum setzt sich seit Längerem für einen Wandel ein. Sein Argument: Der bestehende Rahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien sei veraltet und nicht zukunftsfähig. In den vergangenen Monaten hatten Überschüsse an Solarstrom die Kosten für den Bundeshaushalt in die Höhe getrieben – ein weiterer Druckfaktor für Reformen.

Der E.ON-Chef plädiert für eine „echte Systemtransformation“. Seine Vision umfasst Infrastruktur, Wärmeversorgung, Mobilität, Digitalisierung und Flexibilität. Gleichzeitig betont er, dass der Umbau behutsam gesteuert werden müsse, um die Wirtschaft nicht zu belasten.

Reiches geplante Reformen sehen unter anderem Änderungen bei den Subventionen für erneuerbare Energien und den Regeln für Netzanbindungen vor. Birnbaum bezeichnete ihre Vorschläge als „mutig“ und unterstützenswert. Zugleich warnte er vor Widerstand aus Kreisen, die am alten System festhalten – unabhängig von den finanziellen Folgen.

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Mit dem Reformpaket will die Regierung den deutschen Energiemarkt zukunftsfest machen. Falls verabschiedet, werden die Änderungen Subventionen, Netzzugang und den gesamten Ausbau der Erneuerbaren prägen. Birnbaums Rückendeckung signalisiert Industrieunterstützung, doch die wirtschaftlichen Risiken bleiben eine zentrale Sorge.

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