18 June 2026, 12:28

Düsseldorfs Opernhaus-Träume platzen – Rostocks Volkstheater gerettet

Es gibt immer noch den bescheidenen Modernismus im Osten und Westen

Düsseldorfs Opernhaus-Träume platzen – Rostocks Volkstheater gerettet

Zwei große Theaterprojekte in Deutschland stehen vor erheblichen Veränderungen. In Düsseldorf wurden die Pläne für ein neues Opernhaus wegen explodierender Kosten verworfen. Unterdessen wurde Rostocks historisches Volkstheater vor dem Abriss bewahrt, nachdem es unter Denkmalschutz gestellt wurde.

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Düsseldorf hatte ursprünglich vor, sein Nachkriegs-Opernhaus durch einen Entwurf des Architekturbüros Snøhetta zu ersetzen. Die geschätzten Kosten stiegen jedoch auf 1,8 Milliarden Euro an, sodass die Stadt das Projekt aufgeben musste. Das bereits für 137 Millionen Euro erworbene Grundstück soll nun anderweitig genutzt werden. Oberbürgermeister Stephan Keller kündigte stattdessen an, das bestehende Opernhaus am Hofgarten zu modernisieren. Ein alternativer Vorschlag des Büros raumwerk sah vor, den Bau von 1956 in eine halbtransparente Hülle einzubetten, um die Kapazität um 25 Prozent zu erhöhen. Eine Kostenanalyse ergab zudem, dass die Sanierung des aktuellen Bonatz-Baus zwischen 400 und 500 Millionen Euro kosten könnte.

In Rostock sollte das 1943 erbaute Volkstheater im Rahmen eines CDU-Plans für den Bau neuer Wohnungen abgerissen werden. Doch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin stellte das Gebäude unter Schutz und stoppte damit den Abriss. In der Stadt entsteht bereits ein neues Theater, entworfen vom Berliner Büro Hascher Jehle, mit geschätzten Kosten von 208 Millionen Euro.

Während Düsseldorf nach dem gescheiterten Opernhaus-Projekt nun die Aufwertung des bestehenden Standorts vorantreibt, bleibt Rostocks Volkstheater erhalten und bewahrt so seine historische Bedeutung. Beide Städte setzen nun auf kostengünstigere Lösungen für ihre kulturelle Infrastruktur.

Quelle