10 May 2026, 10:24

Deutschland sucht dringend Alternativen nach Streichung der Tomahawk-Raketen

Nahaufnahme eines Militärfahrzeugs mit einer runden, grün-weißen Rakete, die seitlich in einem Metallrahmen montiert ist.

Deutschland sucht dringend Alternativen nach Streichung der Tomahawk-Raketen

Die Abschaffung der Stationierung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk in Deutschland hat Besorgnis über eine wachsende „Abschreckungslücke“ in der europäischen Verteidigung ausgelöst. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich die Pläne der Biden-Regierung gekippt, die Langstreckenraketen auf deutschem Boden zu stationieren. Nun drängen politische Führungskräfte in Berlin auf dringende Alternativen, um die durch diese Entscheidung entstandene Lücke zu schließen.

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Die Tomahawk-Raketen sollten als vorübergehende Lösung dienen, während Europa an eigenen hochmodernen, präzisionsgelenkten Langstreckenwaffen arbeitete. Mit ihrer Streichung warnen Verteidigungsexperten nun vor einer Schwächung der Abschreckungsfähigkeit in der Region.

Abgeordnete aus der Unionsfraktion sowie der SPD haben den Verteidigungsminister Boris Pistorius zum schnellen Handeln aufgefordert. Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, kritisierte die zögerliche Umsetzung beim Ausbau der Fähigkeiten der Bundeswehr. Er forderte einen „Aktionsplan 2029“, um sicherzustellen, dass Deutschland ohne Verzögerung eine glaubwürdige Abschreckungshaltung entwickelt.

Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, betonte die Notwendigkeit, dass Europa die eigene Raketenproduktion beschleunigen müsse. Sie verwies auf Deutschlands technologisches Know-how und die starke industrielle Basis als zentrale Stärken in diesem Vorhaben. Möller schlug zudem vor, mögliche Kooperationen mit der Ukraine im Bereich der Raketenentwicklung zu prüfen, um Fortschritte zu beschleunigen.

Erndl forderte die Regierung darüber hinaus auf, über traditionelle Rüstungsunternehmen hinauszublicken. Er regte an, innovative Lösungen von jüngeren deutschen Unternehmen zu nutzen, die sich auf Marschflugkörpertechnologie spezialisiert haben.

Die Absage der Tomahawk-Stationierung zwingt Deutschland und seine Verbündeten, nach neuen Wegen zu suchen, um die Abschreckung aufrechtzuerhalten. Der Druck auf Verteidigungsminister Pistorius wächst, bis 2029 eine klare Strategie vorzulegen. Gleichzeitig werden die europäischen Nationen aufgefordert, ihre industriellen Stärken zu nutzen und Partnerschaften einzugehen, um die Lücke bei den Langstreckenraketen zu schließen.

Quelle