08 May 2026, 00:35

DAAD-Präsident warnt: Private Hochschulen nutzen ausländische Studierende aus

Plakat mit animierten Figuren und Text, der besagt, dass die internationale Studentenzahl in den USA um 10% auf 974.926 stieg.

DAAD-Präsident warnt: Private Hochschulen nutzen ausländische Studierende aus

Der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Joybrato Mukherjee, hat Alarm geschlagen: Private Hochschulen in Deutschland würden internationale Studierende ausnutzen. Mukherjee warnte, dass einige Einrichtungen in Berlin fragwürdige Studiengänge anböten und sich dabei in einer rechtlichen Grauzone bewegten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Deutschland einen deutlichen Anstieg ausländischer Studierender verzeichnet – insbesondere aus Indien.

Mukherjee kritisierte bestimmte private Hochschulen scharf, weil sie Studierende mit Programmen minderer Qualität in die Irre führten. Er hinterfragte, wie diese Institutionen überhaupt staatliche Anerkennung erhalten hätten und warum ihre Abschlüsse überhaupt akkreditiert worden seien. Besonders betroffen seien indische Studierende, so Mukherjee, da viele von ihnen auf unregulierte Vermittlungsagenturen in ihrer Heimat angewiesen seien.

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Laut Mukherjee bereicherten sich diese Agenturen daran, Studierende nach Deutschland und in andere Länder zu lenken. Ihre Geschäfte bezeichnete er als rechtlich fragwürdig und forderte deutsche Hochschulen auf, die Zusammenarbeit mit ihnen zu beenden. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund eines Rekordhochs: Im Wintersemester 2024/25 haben sich 402.000 internationale Studierende eingeschrieben – fast 60.000 davon aus Indien, der größten ausländischen Gruppe.

Mukherjee forderte strengere Kontrollen, um weitere Ausbeutung zu verhindern. Seine Aussagen unterstreichen die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Seriosität privater Hochschulbildung und der Risiken, denen Studierende durch falsche Versprechungen ausgesetzt sind.

Die Stellungnahme des DAAD-Präsidenten setzt die Aufsichtsbehörden unter Druck, die Akkreditierungsverfahren für private Hochschulen zu überprüfen. Da indische Studierende einen erheblichen Anteil der internationalen Einschreibungen ausmachen, könnte das Problem dem Ruf Deutschlands als Studienstandort schaden. Nun könnten Forderungen lauter werden, die Kontrolle über Vermittlungsagenturen und Studienprogramme zu verschärfen.

Quelle