CSD Dresden: Warum die Teilnehmerzahlen in sozialen Medien übertrieben wurden
Alex FlantzCSD Dresden: Warum die Teilnehmerzahlen in sozialen Medien übertrieben wurden
Ein online geteiltes Video hat Zweifel an den Teilnehmerzahlen der Dresdner Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten (CSD) geweckt. Einige Nutzer in sozialen Medien behaupteten, die Veranstaltung habe 250.000 Menschen angezogen – deutlich mehr, als die Aufnahmen nahelegen. Lokale Behörden und Medien haben inzwischen die tatsächlichen Zahlen klargestellt.
Das betreffende Video zeigt einen einzelnen Paradewagen mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die am Abend des 5. Juni den Altmarkt betreten. Dabei handelte es sich um eine spontan angekündigte Kundgebung, nicht um den Hauptumzug des CSD. Die kürzeren Märsche am 4. und 5. Juni waren kurzfristig organisiert worden, nachdem es einen Rechtsstreit mit der sächsischen Landesdirektion gegeben hatte. Diese hatte entschieden, dass nur der Hauptumzug am 6. Juni als offizielle Versammlung gelte.
Der Hauptumzug am 6. Juni umfasste deutlich mehr Wagen und Teilnehmer als die vorherigen Veranstaltungen. MDR und die Sächsische Zeitung berichteten von „tausenden Menschen“, die teilgenommen hätten – basierend auf Schätzungen von Polizei und Veranstaltern. Weder die Stadt Dresden noch ein Medienhaus bestätigten eine Zahl von 250.000 Besuchern für den diesjährigen CSD.
Seit 1994 haben insgesamt rund 260.000 Menschen an den CSD-Umzügen in Dresden teilgenommen, während das begleitende Straßenfest seit 2004 etwa 310.000 Besucher verzeichnete. Die Stadt Dresden bestätigte, keine Angabe von 250.000 Teilnehmern für die diesjährige Veranstaltung gemacht zu haben. Das Video spiegele nicht das Ausmaß der Hauptfeierlichkeiten wider.






