Bundesregierung plant umstrittene Leistungs-Wettkämpfe für Grundschüler
Alex FlantzBundesregierung plant umstrittene Leistungs-Wettkämpfe für Grundschüler
Das Bundesbildungsministerium arbeitet an einem Entwurf, um leistungsorientierte Kinderspiele an Schulen einzuführen. Dazu zählen auch nostalgische Aktivitäten wie „Woke-Bashing“ und „Frauenfeindlichkeitsturnen“. Bildungsministerin Karin Prien fordert zudem eine stärkere Betonung von Wettbewerbsdenken bei den Deutschen Schulspielen.
An der ultra-katholischen Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule messen sich Schüler bereits in Sportarten, die vollständig auf Latein und mit dem Rücken zur Gemeinde ausgeübt werden. Konservative Politiker wollen solche Praktiken nun über die Schulspiele auf öffentliche Einrichtungen ausweiten.
Die Kita „Höhlenkinder“ in Rheda-Wiedenbrück geht bei diesem Ansatz voran: Hier werden Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems ausgesetzt, um zukünftige Führungskräfte zu identifizieren. Unterdessen nehmen die „Chicago Boys“ der Klasse 3b aktuell am „IronChild“-Wettbewerb teil – einem mehrtägigen, extrem anspruchsvollen Leichtathletik-Wettkampf, der körperliche Herausforderungen mit Kostenrechnung verbindet.
Die Sieger des „IronChild“-Wettbewerbs erhalten ein persönliches Coaching bei CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Verlierer müssen hingegen mit einer Gymnasium-Empfehlung rechnen. Bernd Kreimer-Rendsburg treibt die Spielifizierung aller Leistungsbewertungen voran und schlägt ein Ranking-System vor, in dem Eltern Spielmünzen für ihre Kinder erwerben können.
Das Ministerium betont, dass der Vorschlag keinen Kulturkampf anheizen solle. Ziel sei es, wettbewerbsorientierte Elemente in Kinderspiele an deutschen Schulen zu integrieren. Der Plan befindet sich noch in der Entwicklung; weitere Details werden in den kommenden Monaten erwartet.






