02 April 2026, 12:36

Bundesprogramm verwandelt Büros in 60.000 neue Wohnungen bis 2026

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets mit beschrifteten Abschnitten und Textangaben zu Gebäuden, Straßen und anderen Merkmalen.

Bundesprogramm verwandelt Büros in 60.000 neue Wohnungen bis 2026

Ein neues Bundesprogramm soll leerstehende Bürogbäude in dringend benötigten Wohnraum in ganz Deutschland verwandeln. Der Start der Initiative ist für den Sommer 2026 geplant; sie bietet finanzielle Anreize für Investoren, die gewerbliche Flächen in Wohnungen umbauen möchten. Gleichzeitig fördert das Programm energetische Sanierungen, um Klimaziele zu erreichen.

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Im Rahmen des Programms "Gewerbe zu Wohnen" können Eigentümer Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro neu geschaffener Wohneinheit erhalten. Die maximale Fördersumme für ein einzelnes Unternehmen liegt bei 300.000 Euro. Voraussetzung ist, dass die umgebauten Gebäude mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen – bei denkmalgeschützten Objekten gelten jedoch Ausnahmen.

Ziel der Initiative sind Deutschlands sieben größte Städte, in denen ungenutzte Büroräume theoretisch Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten. Experten schätzen, dass das Programm – bei vollständiger Ausschöpfung – bis zu 60.000 Wohnungen in Ballungsräumen ermöglichen könnte. Bisher hat jedoch noch kein Bundesland ein vergleichbares Förderprogramm aufgelegt, da die bundesweite Initiative noch in Vorbereitung ist.

Trotz des Potenzials bleiben Herausforderungen: Umbauten von Büros in Wohnraum erfordern oft kostspielige Anpassungen, da Gewerbeimmobilien über keine grundlegenden Wohnstandards verfügen. Zudem haben die gestiegenen Baukosten in den vergangenen Jahren solche Projekte für Investoren weniger attraktiv gemacht. Die nicht rückzahlbaren Zuschüsse sollen diese finanziellen Hürden teilweise ausgleichen.

Mit dem Programm werden zwei drängende Probleme angegangen: hohe Leerstandsquoten bei Gewerbeimmobilien und der Wohnungsmangel. Durch die Bereitstellung von Fördergeldern ohne Rückzahlungspflicht will die Bundesregierung Umbauten anregen und gleichzeitig energetische Sanierungsstandards vorantreiben. Die ersten Projekte im Rahmen der Initiative sollen Mitte 2026 starten.

Quelle