19 April 2026, 20:29

Bremen pocht auf mehr Sicherheit: Waffenverbot und mehr Polizei in Zügen gefordert

Plakat mit einem Zug auf einem Bahngleis mit mehreren Menschen in der Nähe und dem Text "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation."

Bremen pocht auf mehr Sicherheit: Waffenverbot und mehr Polizei in Zügen gefordert

Bremen fordert schärfere Sicherheitsmaßnahmen auf Deutschlands Schienennetz

Die Hansestadt setzt sich für strengere Schutzvorkehrungen im deutschen Bahnverkehr ein. Gefordert wird ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in Bahnanlagen. Zudem verlangt Bremen mehr Personal und Polizeikräfte in Zügen, um der steigenden Gewalt gegen Beschäftigte im ÖPNV entgegenzuwirken.

Allein im vergangenen Jahr wurden deutschlandweit über 3.200 körperliche Angriffe auf Mitarbeiter im öffentlichen Nah- und Fernverkehr registriert. Als Reaktion darauf pocht Bremen auf härtere Strafen für Täter. Die Stadt besteht außerdem auf gesicherte Finanzmittel für zusätzliche Zugbegleiter und Sicherheitsteams.

Özlem Ünsal, Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, lehnt die Vorstellung ab, dass technische Lösungen allein die Sicherheitsprobleme bewältigen können. Stattdessen setzt die Stadt auf einen flexiblen, risikobasierten Ansatz mit mehr Personal in den Zügen – darunter eine verstärkte Präsenz der Bundespolizei auf Bahnhöfen und in den Zügen selbst.

Bremen fordert zudem einen Echtzeit-Zugriff der Bundespolizei auf die Videoaufzeichnungen in den Zügen. Zwar begrüßt die Stadt einen gemeinsamen Aktionsplan für mehr Sicherheit im Schienenverkehr, betont jedoch die Notwendigkeit klarer Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Technische Maßnahmen ohne zusätzliches Personal reichen nach Ansicht der Verantwortlichen nicht aus, um Fahrgäste und Beschäftigte ausreichend zu schützen.

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Zu den Vorschlägen gehören ein Waffenverbot in Bahnanlagen, häufigere Polizeistreifen und schärfere Sanktionen für Straftäter. Mit ihren Forderungen will Bremen der wachsenden Zahl von Angriffen auf Mitarbeiter im Verkehrssektor begegnen. Nun wartet die Stadt auf eine Reaktion der Bundesbehörden zu Finanzierung und Umsetzung.

Quelle