Brandenburgs Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Sexualdelikte und politische Debatten
Nadeschda PärtzeltBrandenburgs Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Sexualdelikte und politische Debatten
Brandenburg verzeichnet 2025 Rückgang der Gesamtkriminalität – doch bei bestimmten Straftaten steigen die Zahlen stark an
Die Landesregierung hat nun Pläne angekündigt, das Dunkelfeld nicht angezeigter Straftaten zu untersuchen und die Datenerfassung zu verbessern. Gleichzeitig wird politisch diskutiert, wie mit Besorgnis über Delikte im Zusammenhang mit Migrationshintergründen umgegangen werden soll.
Laut offiziellen Zahlen ging die Zahl der registrierten Straftaten in Brandenburg 2025 um 5,7 Prozent zurück. Insgesamt wurden 166.508 Delikte erfasst, davon 151.124 ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht. Gleichzeitig stiegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung jedoch um 18,5 Prozent auf 3.344 Fälle an.
Die AfD hatte gefordert, in der Kriminalstatistik den Migrationshintergrund von Tatverdächtigen zu erfassen – dieser Vorschlag wurde jedoch abgelehnt. Der innenpolitische Sprecher der CDU, Rainer Genilke, räumte allerdings ein, dass es ein Problem mit Straftaten durch Ausländer im Land gebe.
Nicht alle Delikte werden zur Anzeige gebracht, insbesondere Sexualstraftaten und häusliche Gewalt. Um dies zu ändern, will die SPD-CDU-Koalition das Dunkelfeld nicht erfasster Fälle analysieren, um die Erfahrungen von Opfern und das Anzeigeverhalten besser zu verstehen. Brandenburg plant zudem, seine Beteiligung an der bundesweiten Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ auszubauen.
Ziel des Landes ist es, durch neue Forschungsansätze verborgene Kriminalitätstrends aufzudecken. Die Behörden wollen die Erkenntnisse nutzen, um die Sicherheitspolitik zu gestalten und präventive Maßnahmen zu verbessern. Die Debatte über die Erfassung von migrationsbezogenen Kriminalitätsdaten bleibt vorerst ungelöst.






