Brandenburgs Feuerwehr ehrt ihre „Schutzengel“ mit Rekordbilanz und Neuausrichtung
Brandenburgs Feuerwehr ehrt ihre „Schutzengel“ mit Rekordbilanz und Neuausrichtung
Ihr seid die Schutzengel dieser Stadt!
Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehren
- November 2025, 05:00 Uhr
Stichworte: Sicherheit, Jugend, Politik, Allgemeines
Am Samstagnachmittag fand die Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Brandenburg an der Havel statt. Beamte blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück: 2025 wurden 486 Einsätze gefahren und hunderte Übungsstunden absolviert. Gleichzeitig stand ein Wechsel an der Spitze an – Uwe Hohn gab nach 26 Monaten als kommissarischer Wehrführer sein Amt ab.
Ministerpräsident Dietmar Woidke dankte Hohn für seinen Einsatz und lobte die ehrenamtlichen Kräfte für ihr Engagement. Besonders hob er die starke Jugendarbeit und die Notwendigkeit moderner Ausstattung hervor. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig regelmäßige und fundierte Ausbildungen seien, um die hohen Einsatzstandards zu halten.
Bürgermeister Steffen Scheller kündigte die Anschaffung neuer Löschfahrzeuge an, darunter eines für Mahlenzien. Zudem gebe es Fortschritte beim 7,2-Millionen-Euro-Projekt für den Neubau einer modernen Feuerwehrwache in Kirchmoser. An die Freiwilligen gerichtet, bezeichnete Scheller sie als „die Schutzengel dieser Stadt“ und dankte für ihre unermüdliche Arbeit.
Stefan Röhe, Sprecher der Wehren, präsentierte die Jahresbilanz 2025: Die Ehrenamtlichen nahmen an 167 Lehrgängen und 446 Übungseinheiten teil. Insgesamt zählen die Wehren 249 aktive Einsatzkräfte – davon ein Fünftel Frauen – sowie 557 Bürgerinnen und Bürger, die in unterschiedlicher Form mitwirken. Röhe äußerte zudem konkrete Wünsche: nachhaltige Finanzierung für Führerscheinausbildungen, ein Rettungsboot für Plaue sowie ein Grundstück für eine neue Gerätestation in Göttin.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden 26 Feuerwehrleute für langjährige Treue ausgezeichnet. Zwei Frauen und zwei Männer feierten 40 bzw. 50 Jahre Dienstzeit, vier Männer blicken sogar auf 60 Einsatzjahre zurück. Als neuer Wehrführer wurde Sebastian Kalka vorgestellt, der bereits mit neun Jahren der Feuerwehr beitrat und später auf Ministeriumsebene arbeitete. Sein offizieller Amtsantritt ist für den 1. Dezember 2025, 10:30 Uhr, vorgesehen.
Unter Kalkas Führung sollen die Freiwilligen Feuerwehren weiterwachsen – mit mehr Ressourcen und besserer Infrastruktur. Die Stadt investiert in neue Fahrzeuge und Gebäude, um das Team zu stärken, das allein im vergangenen Jahr fast 500 Einsätze bewältigte. Die Ehrung langjähriger Mitglieder unterstrich einmal mehr, wie tief die Feuerwehr in der Gemeinschaft verwurzelt ist.
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