Brandenburg verschärft Regeln für gefährliche Tiere wie Giftschlangen und Löwen
Nadeschda PärtzeltBrandenburg verschärft Regeln für gefährliche Tiere wie Giftschlangen und Löwen
Brandenburg will gefährliche Tiere strengere Regeln unterwerfen
Brandenburg plant die Einführung strengerer Vorschriften für die Haltung gefährlicher Tiere. Der Vorstoß folgt auf jahrelange Bedenken wegen der unkontrollierten Privathaltung von Tieren wie Giftschlangen, Skorpionen und Großkatzen. Ein geplantes Gesetz soll in den meisten Fällen die Zucht, den Handel und die Haltung vieler dieser Arten verbieten.
Der Druck auf schärfere Kontrollen nahm zu, nachdem vor einigen Jahren in Kleinmachnow ein Löwe gesichtet worden war. Seither argumentieren Behörden, die aktuellen Regelungen seien zu lasch und ermöglichten es PrivATPersonen, exotische Tiere mit kaum einer Überprüfung zu erwerben. Viele dieser Tiere landen schließlich unter schlechten Haltungsbedingungen.
Das neue Gefahrtiergesetz würde den Besitz, die Zucht und den Handel mit hochriskanten Arten verbieten. Ausnahmen könnten gewährt werden – allerdings nur, wenn Halter:innen Fachkenntnisse nachweisen und eine Haftpflichtversicherung vorlegen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte die Dringlichkeit der Reform und nannte die aktuelle Situation "inakzeptabel".
Die genauen Details werden noch diskutiert. Die Tierschutzbeauftragte des Landes, Anne Zinke, unterstützt den Plan und erklärt, verschärfte Regeln seien "längst überfällig". Die Behörden prüfen vollständige Verbote für bestimmte Arten sowie strengere Kontrollen für diejenigen, die sie halten dürfen.
Das geplante Gesetz würde einen deutlichen Wandel in der Regulierung gefährlicher Tiere in Brandenburg bedeuten. Falls verabschiedet, würde es Schlupflöcher schließen, die derzeit eine unkontrollierte Haltung von Großkatzen oder Gifttieren ermöglichen. Die Landesregierung erwartet, dass die neuen Regeln den Tierschutz und die öffentliche Sicherheit verbessern.






