Bio-Dünger boomen – doch synthetische Produkte werden 2024 deutlich teurer
Alex FlantzBio-Dünger boomen – doch synthetische Produkte werden 2024 deutlich teurer
Gärtner sehen sich mit steigenden Kosten und Lieferkettenverzögerungen konfrontiert, während die Nachfrage nach Bio-Düngemitteln wächst. Der Wandel begann während der Pandemie und beschleunigte sich mit der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg. Nun werden selbst synthetische Produkte im kommenden Jahr teurer – bedingt durch globale Spannungen und sprunghaft gestiegene Spritpreise.
Der Markt für organische Düngemittel ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Seit dem Ausbruch von COVID-19 und dem Ukraine-Konflikt greifen Hobbygärtner zunehmend zu biologischen Alternativen. Dieser Sektor wächst mittlerweile zwei- bis dreimal schneller als der konventionelle Markt.
Compo, ein großer Anbieter, stellt bereits etwa zwei Drittel seines Sortiments an Erden und Pflanzpflegeprodukten in Bio-Qualität her. Dennoch gibt es Herausforderungen bei synthetischen Düngern: Die Hersteller haben zwar die Rohstoffe für diese Saison gesichert, doch die explodierenden Dieselpreise setzen Speditionen unter Druck. Pünktliche Lieferungen ohne Zusatzkosten werden zunehmend schwieriger.
Auch die Preise ziehen an: Ein Liter flüssiger Mineraldünger kostet derzeit im Handel etwa 12 Euro. Branchenexperten warnen, dass der Preis im nächsten Jahr auf 13 oder 14 Euro steigen könnte. Der anhaltende Konflikt im Iran werde die Kosten für synthetische Düngemittel zusätzlich in die Höhe treiben.
Trotz logistischer Hürden sind die meisten Düngemittel derzeit noch verfügbar. Gärtner sollten sich jedoch auf höhere Preise und mögliche Lieferverzögerungen einstellen. Der Trend zu biologischen Alternativen zeigt indes keine Anzeichen einer Verlangsamung – selbst wenn die Belastungen für die Lieferketten anhalten.






