Berliner Kirchen öffnen als kühle Zuflucht – doch die meisten bleiben verschlossen
Adem SeidelBerliner Kirchen öffnen als kühle Zuflucht – doch die meisten bleiben verschlossen
Kirchen in Berlin und Brandenburg sollen als kühle Rückzugsorte während der Hitzewelle ihre Türen öffnen
Viele dieser historischen Gebäude bleiben aufgrund ihrer alten Bauweise von Natur aus kühl. Doch die meisten sind aus Sicherheitsgründen und wegen finanzieller Sorgen verschlossen.
Die katholischen und evangelischen Kirchen in der Region haben ihre Gemeinden aufgefordert, Räume für Menschen bereitzustellen, die vor der Hitze Zuflucht suchen. Bisher sind jedoch nur 13 evangelische Kirchen in Berlin an jedem Wochentag geöffnet – obwohl es rund 400 Kirchen und Kapellen gibt, die von Natur aus kühl bleiben.
Die Marienkirche ist dank Touristenbesuchen und den damit verbundenen Einnahmen zugänglich. Die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg hat ganzjährig täglich geöffnet, unterstützt von Ehrenamtlichen. Auch die Wichernkirche im Norden Spandaus hält ihre Türen offen, doch dass sie als Hitzeschutzraum dient, ist noch nicht überall bekannt.
Die meisten Gemeinden können sich das Personal nicht leisten, das nötig wäre, um die Kirchen zu beaufsichtigen. Ohne Aufsicht bleiben sie in der Regel verschlossen, um Diebstahl, Vandalismus und Haftungsfragen zu vermeiden. Begrenzte finanzielle Mittel schränken zudem ein, wie viele Kirchen während Hitzeperioden öffnen können.
Der Aufruf, die Kirchen als kühle Zufluchtsorte zu nutzen, kommt zu einer Zeit, in der viele Menschen unter den hohen Temperaturen leiden. Während einige Gemeinden Wege gefunden haben, ihre Türen offen zu halten, verhindern Budget- und Personalengpässe bei den meisten eine Öffnung. Die Initiative zeigt jedoch das Potenzial dieser Räume, in extremen Wetterlagen Linderung zu bieten.
