29 June 2026, 04:24

Berliner Aschura-Marsch löst Debatte über Kindeswohl und religiöse Symbole aus

Scharfe Kritik nach Schiiten-Demo mit Kindern in Berlin

Berliner Aschura-Marsch löst Debatte über Kindeswohl und religiöse Symbole aus

Ashura-Prozession in Berlin löst Empörung aus

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine Demonstration anlässlich des schiitischen religiösen Festes Aschura hat in Berlin für Kontroversen gesorgt. Die als „Aschura-Marsch“ bekannte Veranstaltung zog rund 600 Teilnehmer an und sollte Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit zeigen. Doch die Einbindung von Kindern in eine nachgestellte Szene löste scharfe Kritik von Behörden und Verbänden aus.

Die Kundgebung begann als Trauertag zur Erinnerung an die Märtyrertat Imam Husseins. Bei Temperaturen von bis zu 40°C mussten mehrere Teilnehmer wegen hitzebedingter Beschwerden medizinisch versorgt werden. Während der Veranstaltung wurden Kinder für eine theatralische Darstellung einer historischen Entführung aneinandergebunden.

Die Szene wurde nach Protesten umgehend vom Veranstalter gestoppt. Die zuständige Polizeibeamtin verbot die Darstellung im Gespräch mit den Organisatoren. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) verurteilte die Einbeziehung von Kindern als „absolut inakzeptabel“ und eine Gefahr für ihr Wohl.

Auch das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus kritisierte die Demonstration scharf, bezeichnete sie als islamistisch und warf einigen Teilnehmern vor, Symbole islamistischen Terrors zu unterstützen. Trotz der Vorwürfe berichteten vor Ort eingesetzte Dolmetscher von keinem strafrechtlich relevanten Inhalt – die Veranstaltung verlief weitgehend ohne Zwischenfälle.

Der Marsch endete mit dem Verbot der umstrittenen Szene und ohne weitere Störungen. Mehrere Teilnehmer wurden wegen Hitzschlags behandelt. Behörden und Initiativen fordern nun strengere Kontrollen solcher Veranstaltungen, um Kinder vor potenziell schädlichen Inszenierungen zu schützen.

Quelle