19 March 2026, 10:45

Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Dürer-Hasen und Wurstverkäufer

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die Musikinstrumente spielen, während sie eine Straße entlanggehen, die von Gebäuden gesäumt ist, einige halten Fahnen, mit einem Hügel und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Dürer-Hasen und Wurstverkäufer

Mehrere bayerische Städte haben begonnen, herkömmliche Fußgängerampeln durch Figuren zu ersetzen, die von der regionalen Kultur inspiriert sind. Mit der Maßnahme soll die lokale Identität gestärkt werden – doch nicht alle Vorschläge stoßen auf sofortige Zustimmung. In einigen Fällen haben Behörden Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit und der Klarheit des Designs geäußert.

Nürnberg ist die jüngste Stadt, die eine offizielle Genehmigung für eine thematische Ampel erhalten hat. Ab Februar 2026 werden Fußgänger an Übergängen Albrecht Dürers "Feldhase" sehen – ein Tribut zum 555. Geburtstag des Künstlers und zum bevorstehenden 500. Todestag im Jahr 2028. Das bayerische Innenministerium erteilte nach Prüfung der kulturellen Bedeutung des Entwurfs die Zustimmung.

Hof stieß zunächst auf Widerstand, als die Stadt eine Ampel mit ihrem beliebten "Wärschtlamo" vorschlug – einer Wurstverkäufer-Figur, die als Symbol für die Stadt steht. Sicherheitsbedenken führten zunächst zu einer Ablehnung, doch die Behörden revidierten ihre Entscheidung später. Bald wird die Figur an Fußgängerüberwegen zu sehen sein.

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Andere Städte haben bereits eigene Varianten eingeführt. In Deggendorf zeigt eine Ampel eine Frau, die einen Knödel wirft, während in Augsburg die "Kasperl"-Figur in der Nähe des Theaters steht – genehmigt von der Regierung des Regierungsbezirkes Schwaben. München verfügt über drei "Pumuckl"-Ampeln, Straubing zeigt den "Bruder Straubinger", und in Dachau sind Figuren in traditioneller bayerischer "Tracht" zu sehen. Die Kosten für die Dachauer Entwürfe, einschließlich Schablonen und Grafikerhonorar, beliefen sich auf 300 Euro.

Trotz des wachsenden Trends bleibt das bayerische Innenministerium vorsichtig. Die Behörden betonen, dass Ampeln stets leicht erkennbar bleiben und die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt werden dürfe. Jeder Antrag wird weiterhin einzeln geprüft.

Die Kampagne für kreative Ampeln spiegelt ein breiteres Bestreben wider, das lokale Kulturerbe in ganz Bayern hervorzuheben. Während einige Städte kulturelle Symbole erfolgreich eingeführt haben, müssen andere regulatorische Hürden überwinden. Der Erfolg hängt davon ab, Tradition mit klaren und sicheren Ampeldesigns in Einklang zu bringen.

Quelle