Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum gegen lokalen Widerstand
Nadeschda PärtzeltBayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum gegen lokalen Widerstand
Bayer 04 Leverkusens Pläne für ein neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein stoßen auf massiven Widerstand. Lokale Politiker haben das Vorhaben bereits mehrfach blockiert und den Verein damit gezwungen, seine Ambitionen immer wieder zurückzuschrauben. Mittlerweile hat der Streit sogar die Führungsetage der Bayer AG auf den Plan gerufen.
Seit einem Jahrzehnt sucht der Bundesligist nach einem geeigneten Standort für ein leistungsfähiges Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Flächen entschied man sich für Monheim am Rhein. Das geplante Gelände soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen.
Doch der Widerstand aus dem Stadtrat – bestehend aus CDU, SPD, Grünen und FDP – ist massiv. Als Begründung für die wiederholten Ablehnungen werden Klimaschutz und Umweltbedenken angeführt. Der Sportdirektor des Vereins, Simon Rolfes, warnt indes vor schweren Folgen, sollte das Projekt scheitern. Das Zentrum sei entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Clubs, betont er.
Die Dringlichkeit hat noch zugenommen, da auch die bestehende Infrastruktur des Vereins bedroht ist: Eine geplante Autobahn-Erweiterung in der Nähe der BayArena könnte die aktuellen Anlagen beeinträchtigen. Bayer-AG-Chef Bill Anderson hat nun bestätigt, dass das Unternehmen die Entwicklungen und Entscheidungen rund um das Trainingszentrum genau verfolge.
Der Konflikt um das Monheimer Trainingszentrum spitzt sich weiter zu – mit der Bayer-Führung als neuer Akteurin. Der Verein hält das Projekt für unverzichtbar, um seine langfristigen Pläne umzusetzen. Doch der politische Widerstand vor Ort bleibt eine große Hürde auf dem Weg zur Realisierung.
