27 June 2026, 12:20

AfD an Schulen: Soll man Rechtsextreme auf Podien zulassen oder ausschließen?

Schulereignisse zur Wahl

AfD an Schulen: Soll man Rechtsextreme auf Podien zulassen oder ausschließen?

Eine Debatte entzündet sich daran, ob die rechtsextreme Partei AfD zu schulischen Wahlpodien eingeladen werden sollte. Manche argumentieren, ein Ausschluss könnte die Sympathien für die Partei noch verstärken, andere bestehen darauf, dass er demokratische Werte schützt. Die Diskussion entstand nach jüngsten Protesten von Schülerinnen und Schülern einer Berliner Schule gegen die Teilnahme der AfD an einer Veranstaltung.

An der TIEM-Gesamtschule in Berlin demonstrierten Schüler:innen gegen die Beteiligung der AfD an einer Podiumsdiskussion. Trotz der Einwände trat die Partei auf, und die Veranstaltung artete weitgehend in Wahlkampfgetöse aus. Die AfD gilt als rechtsextremistisch eingestuft, mit einer Geschichte der Hetze gegen Migrant:innen, queere Menschen und Frauen, die nicht in ihr weltanschauliches Schema passen.

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Der Autor des Beitrags warnt, dass ein Ausschluss von AfD-Kandidat:innen nach hinten losgehen könnte. Ohne eine Plattform für die Auseinandersetzung könnte die Partei eine Opferrolle für sich beanspruchen und ungefiltert über soziale Medien an Schüler:innen herantreten. Der AfD-Abgeordnete Maximilian Krah, bekannt für rechtsextreme und frauenfeindliche Äußerungen, wirbt gezielt auf Plattformen wie TikTok um junge Zielgruppen.

Schulen haben das Recht, Politiker:innen auszuschließen, wenn deren Anwesenheit den Bildungsauftrag untergräbt. Der Autor schlägt jedoch vor, AfD-Vertreter:innen einzuladen, um anderen Parteien die Möglichkeit zu geben, deren Thesen direkt zu widerlegen. Wirksame Gegenargumente erforderten dabei fundiertes Wissen über die zentralen Figuren der Partei und statistische Fakten – reine moralische Kritik greife zu kurz.

Ein Nicht-Einladen der AfD sende zwar ein klares Signal gegen Extremismus und stärke die Prinzipien demokratischer Bildung. Dennoch bleibt die Entscheidung umstritten, da manche überzeugt sind, dass eine Auseinandersetzung auf der Bühne der bessere Weg sei, um die Positionen der Partei zu entlarven. Schulen stehen vor der Herausforderung, die freie Debatte mit der Verantwortung in Einklang zu bringen, die liberale demokratische Grundordnung Deutschlands zu wahren.

Quelle